Gedichte / Johannes Bobrowski

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Beschreibung

Ausgabe: Taschenbuch, 139 Seiten

Verlag: Reclam Verlag Leipzig, 1997

Sprache: Deutsch

Zustand: gebraucht, gut


Produktbeschreibung:

Johannes Bobrowski, geboren 1917 in Tilsit/Ostpreußen, gestorben 1965 in Ostberlin, hat sich in seinen Gedichten und seiner Prosa immer wieder mit der Landschaft seiner Kindheit, dem verlorenen "Sarmatien" auseinandergesetzt. Vielfach reflektieren seine Texte die Schuld Deutschlands und die eigene Mitschuld gegenüber den Völkern des Ostens (Eberhard Haufe). Daneben wagte er den, in der Moderne freilich riskant gewordenen, Versuch einer lyrischen Zwiesprache mit Natur, auf den schon die Titel seiner Gedichtbände verweisen. Dabei ging es ihm freilich nicht nur -- wie oft behauptet -- um die "poetische Landnahme" von Memelland und Litauen, um die Beschwörung und literarische Wiederholung von Mythen, Legenden, alten Liedern. Ebenso sehr sind seine Gedichte Versuche individueller Vergewisserung, zeichnen innere, mitunter beschädigte Landschaften nach. Durch den steten Verweis auf Vergangenes einerseits, das Vielschichtige seiner Sprache (mehr Moll als Dur), die Fragmentierung und Reduzierung des Gesagten und eine außergewöhnliche Bildhaftigkeit andererseits lassen sich Bobrowskis Gedichte als völlig eigenständige Gratwanderung zwischen literarischer Tradition und Moderne lesen.

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