Turandot in Sumgait / Bodo Kochanowski

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Beschreibung

Ausgabe: Gebunden, 160 Seiten

Verlag: Vowinckel, 1976

Sprache: Deutsch

Zustand: gebraucht, trotz gründlicher Reinigung Schutzumschlag in leicht angeschmutzter Optik, Widmung auf dem fliegenden Blatt

Hinweis: Für dieses Buch findet unsere generelle Zustandsklassifizierung keine Anwendung.


Inhalt:

"Nur dem hungrigen Magen tanzen die Sterne!"

Verdammt — und wie hätten ihnen die Sterne tanzen müssen, jenen Sklaven in der Steppe Aserbeidschans!

Sumgait: 3000 Mann — Deutsche, Österreicher, Ungarn — verloren, verlassen irgendwo zwischen Kaukasus und Kaspischem Meer.

Aber sie hatten nur Hunger

Doch wie in fast allen Lagern schälten sich auch hier ein paar Männer heraus, die nicht aufgeben, nicht im Pleni-Elend versinken wollten. Sie entdeckten Begabungen an sich, von denen sie selbst nichts ahnten, oder die bei ihnen "mitgelaufen" waren. Sie fanden zueinander, begannen zu schaffen. Sie "ließen die Sterne tanzen" und weckten das Leben damit auch bei ihren Kameraden — bäumten sich auf gegen Stumpfsinn und Verzweiflung.

Bodo Kochanowski hatte nie zuvor auf den Brettern gestanden, hatte nie gesungen. Aber 1945 wurde er "Stehgeiger" und Clown, später dann "Soubrette", "Liebhaberin" — wurde als Frauendarsteller die "Diva" von Sumgait. Blieb es bis zum letzten Tage des Jahres 1949. "Bodiva" kann aber auch erzählen. Sein Bericht balanciert auf der Grenze zwischen Grimm und Humor, Spott und Sehnsucht. Ein Glanz geht von ihm aus, der mitreißt. Ein Stück Lebens taucht wieder auf, das — längst vergangen — vom Sieg künstlerischen Schaffens über erbärmliches Elend und tödlichen Trott erzählt.

Bodo Kochanowski blieb nicht Schauspieler. Er wurde Journalist. Seit 25 Jahren schreibt er — wie sollte es anders sein — über Schauspieler und Schauspielerei.

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